MAECENATA INSTITUT

Das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft wurde 1997 gegründet und ist heute eine anerkannte außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Es versteht sich als unabhängiger sozialwissenschaftlicher Think Tank und hat die Aufgabe, das Wissen über und das Verständnis für die Zivilgesellschaft (den sogenannten Dritten Sektor) durch eigene geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungstätigkeit, akademische Lehre, entsprechende Publikationen sowie den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu fördern.

ACTUELL

Spenden nach Großbritannien sind unverändert möglich

Zur Zeit kommen viele besorgte Anfragen von Spenderinnen und Spendern, ob nach dem Brexit Spenden für Universitäten, Schulen und andere gemeinnützige Einrichtungen in Großbritannien im Rahmen des Transnational-Giving-Programms noch möglich sind. Die Antwort ist ein klares Ja! Die Einschaltung einer deutschen Fördereinrichtung wie der Maecenata Stiftung ist für Spender, die eine Einrichtung in Großbritannien fördern wollen, seit dem Brexit sogar noch wichtiger geworden, denn innerhalb der EU ist es zwar schwierig, Spenden in ein anderes Mitgliedsland steuerlich geltend zu machen; formal ist dies aber möglich. Außerhalb der EU ist dies ausgeschlossen. Die Maecenata Stiftung kann mit Hilfe zweckgebundener Spenden nach wie vor Fördermittel an britische Einrichtungen vergeben, die vorher geprüft und als deutschen gemeinnützigen Einrichtungen vergleichbar anerkannt worden sind. Das Fördersystem der Stiftung gilt nämlich weltweit. Auch bleibt der britische Partner, die Charities Aid Foundation, unverändert ein wichtiger Partner im nun seit über 20 Jahren bestehenden europäischen Transnational-Giving-Netzwerk.

 

Weitere Informationen finden sich auf https://www.transnationalgiving.eu/about.

Für Auskünfte steht das Transnational Giving Team der Maecenata Stiftung gern zur Verfügung (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / 030 28387909).

 

Berlin, 24. Februar 2020

Handbuch Zivilgesellschaft

Die Zivilgesellschaft ist zum vieldiskutierten Begriff geworden. Sie soll die Demokratie schützen, der Politik Impulse geben, zur Lösung vieler Weltprobleme beitragen, aber auch konkrete Dienstleistungen erbringen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Das Handbuch ist ein Kompendium zur Herkunft, Theorie, Empirie, zu den Organisationen, der globalen Perspektive und den aktuellen Entwicklungen des Phänomens Zivilgesellschaft.

Wird erscheinen im April 2020.

>>Zum Flyer

Handbuch Zivilgesellschaft

Observatorium 39

Neues Observatorium (Ausgabe 39/2020) von Annika Phuong Dinh, Marie-Isabelle Heiss und Luisa Schoneweg zu dem sich wandelnden Raum für die Zivilgesellschaft.

>> hier erhältlich

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Good Luck, Brits! You will be missed

Unser Statement zur Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Stellungnahme zur Reform des Gemeinnützigkeitsrechts

Die Debatte um die Modernisierung des Gemeinnützigkeitsrechts soll in die nächste Stufe gehen und Vorbereitungen für einen Gesetzesentwurf getroffen werden.

Aus diesem Anlass führt der Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 29. Januar 2020, 17 Uhr, eine öffentliche Anhörung im Paul-Löbe-Haus in Berlin.

Dr. Rupert Graf Strachwitz, Vortstandsvorsitzender der Maecenata Stiftung, ist eingeladen und wird dort als Sachverständiger seine Stellungnahme zur Reform des Gemeinnützigkeitsrechts geben.

Zentrale Punkte der Stellungnahme:

1. Nur eine grundlegende Reform der rechtlichen Rahmenbedingungen der Zivilgesellschaft macht Sinn. Sie muß gründlich vorbereitet werden.

2. Die Reform sollte sich nicht primär von den aktuellen Themen
• ATTAC Entscheidung des BFH,
• DUH-Beschluß der CDU,
• Vorfälle bei der AWO,
• Terrorismusbekämpfung, Geldwäsche
leiten lassen, sondern von einem modernen Verständnis von den Aufgaben der Zivilgesellschaft.

3. Die politische Komponente zivilgesellschaftlichen Handelns ist anzuerkennen und gesetzlich zu verankern.

4. Versuchen, den Handlungsrahmen der Zivilgesellschaft einzuengen oder diese auf eine Dienstleistungsfunktion zu reduzieren, ist entgegenzutreten.

5. Der demokratietheoretische Wert einer unabhängigen Zivilgesellschaft wiegt schwer. Dieser sollte gefördert und nicht beschränkt werden.

>>Zur Stellungnahme

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